Wo Silvio Nickol draufsteht, ist 100 Prozent Silvio Nickol drinnen: Der gebürtige Deutsche verpasst nicht nur den Speisen des
Gourmet Restaurants im Palais Coburg seine Handschrift, sondern war auch maßgeblich an der Neugestaltung des Restaurants - bis hin zur Auswahl der Gedecke - beteiligt. Schön, wenn ein Meister seines Faches derart zur Höchsform auflaufen kann, ein kleiens bisschen trägt wohl auch folgende Arbeitsatmosphäre dazu bei:
Das Gourmetrestaurant besticht durch angenehm runde Formen und Violett-Töne. "Kritiker vergleichen es mit einer Höhle", erzählt Silvio Nickol, als er mich durch das Restaurant führt, "doch es war uns wichtig, eine intime Atmosphäre zu schaffen." Die Tische für zwei bis vier Personen sind an einer Seite abgeflacht "um perfektes Service zu ermöglichen", Musik beschallt die Plätze über die abgerundete Decke, sodass keine Gesprächsfetzen an den Nachbartisch gelangen.
Vollendung lautet die Devise in Nickols jungem Team - symbolisiert durch eine 150-Kilo-Stein-Skulptur in Eiform am Ende des Raumes: "Das Ei ist der einzige natürlich vorkommende Gegenstand mit vollendeter Form. Unsere Mitarbeiter sehen es bei jedem Gang zum Gast, das soll sie zu vollendetem, perfekten Service anspornen", erklärt Nickol, der mit seinen 36 Jahren "mit Abstand der Älteste im Team" ist.