Stöckl reiste drei Jahre lang um die Welt, um schlussendlich doch wieder den Beruf der Journalistin in Erwägung zu ziehen und begann als Redakteurin bei diversen Lifestylemagazinen. 1992 kam das Medium Radio dazu, bis Stöckl 1997 mit der Sonntagssendung "Frühstück bei mir" durchstartete. Mittlerweile waren einige hundert VIPS zu Gast – angefangen von André Heller über Boris Becker bis hin zu Veronica Ferres. Aber auch im Fernsehen gab es Stöckl immer wieder zu bewundern. So moderierte sie diverse Galas wie etwa die Kurier-Romy-Gala oder die TV-Übertragung des Lifeballs.
APROPOS FRÜHSTÜCK
Claudia Stöckl ist den Ö3-Hörern ein Begriff. Viele davon versäumen keinen Sonntag Vormittag, um mit ihr und ihrem Studiogast genussvoll in den Tag zu starten. Aber wie frühstückt Stöckl, wenn sie nicht auf Sendung ist? Dazu die Moderatorin: "Im Moment fällt mein Frühstück eher etwas karg aus. Ich habe nämlich eine Heilfastenwoche an der Algarve verbracht. Dort habe ich in der Früh nur Orangensaft mit Ingwer und Olivenöl getrunken. Das hat mir so gut getan, dass ich es immer noch beibehalte. Wenn ich wieder zum normalen Frühstück zurückkehre, dann liebe ich Kaffee mit Milch, Dinkelkipferl, ein weiches Ei mit Butter und auch Schinken. Allerdings ist das nur möglich, wenn ich Zeit dazu habe. Ich gehe auch gerne in eine Bäckerei und lese dort gemütlich beim Frühstück die Zeitung."
Stöckl ist – wie die meisten Österreicher – eine wahre Genießerin und greift aus diesem Grund gern auf die köstlichen heimischen Produkte zurück: "Natürlich nicht nur beim Frühstück. Ich liebe etwa Kärntner Kasnudeln, oder das steirische Kürbiskernöl. Auch die burgenländischen und steirischen Weine sind einfach hervorragend." Wenn die junge Moderatorin Freizeit hat, dann schmückt sie gerne den Frühstückstisch oder probiert neue Rezepte aus: "Man isst doch auch mit den Augen.
Dekoration ist deshalb ganz wichtig. Am liebsten verwende ich Blumen, die wirken wie Farbtupfer, die einen fröhlich stimmen. Ich versuche auch, bei meinen Frühstücksvariationen öfter neue Wege zu gehen. So hab ich unlängst ein fertiges Müsli – mit Obst und allem Drum und Dran – in den Mixer gegeben. Das Ergebnis war eine Müslicreme. Die war einfach köstlich. Man sollte viel mehr ausprobieren, dann macht Kochen und Essen unglaublichen Spaß. Auch die Getränke sind wichtig. Bei mir darf – besonders in der kalten Jahreszeit – Ingwertee nicht fehlen. Einfach die Wurzel in Scheiben schneiden und mit heißem Wasser aufgießen. Dieser Tee wärmt von innen, entschlackt und entgiftet."
FRÜHSTÜCKSIDEEN
Gerne probiert Claudia Stöckl auch Rezepte ihrer Gäste aus. Etwa den Frühstücksaufstrich von Ewald Plachutta: "Dieser Aufstrich ist einfach köstlich und ganz leicht zuzubereiten. Man nimmt 250 Gramm Topfen, mischt diesen mit zwei Esslöffeln Sauerrahm und frisch geriebenem Kren, viel Schnittlauch und Salz. Und fertig ist der Aufstrich.
Mit Schwarzbrotscheiben servieren, mit Tomaten oder Paprikastreifen belegen und der Tag kann beginnen." Jeden Sonntag Morgen eine Sendung – das bedeutet mit Sicherheit sehr viel Arbeit. Dazu Stöckl: "Ich bereite mich auf meine Gäste sehr sorgfältig vor. So lese ich alles, was ich über sie finden kann. Etwa Zeitungsartikel, auch wenn sie schon viele Jahre zurückliegen. Oder ich erfahre bei Telefonaten mit Freunden etwas über meine Gäste. Ich versuche auch, ihr Lieblingsbuch rauszukriegen. Da hole ich mir gerne Zitate raus, die wir dann beim Frühstück besprechen.
Manchmal kann es auch ziemlich schwierig sein, eine Sendung quasi ‚auf die Beine zu stellen’. Etwa wenn ein Gast in letzter Minute absagt. Oder wenn das Interview sehr spät stattfindet und ich die Aufnahmen erst im Studio schneiden muss. Aber bisher ist immer noch alles glatt gegangen. Und ich freue mich jede Woche auf meinen nächsten Gast."













