Botaniker werden jetzt die Nase rümpfen. Denn in ihrer Fachrichtung ist nur eine der aufgezählten Sorten tatsächlich eine Nuss. Lediglich die Macadamia zählt, genau wie die Haselnuss, die Walnuss und die Edelkastanie, zu den genießbaren Nüssen. Außerdem gäbe es da noch Buchecker, Hanfnuss, Eichel und Wassernuss – die haben aber in der Küche nichts verloren.Cashew-, Kokos-, Para- und Pekannuss sowie auch Mandeln und Pistazien sind jeweils Kerne von Früchten, aber keine Nüsse im streng biologischen Sinn.
Zum Glück sind wir aber keine Botaniker, sondern Genießer, die im Sinne der Vielfalt in der Küche auch Cashew und Co herzlich in dieser geNÜSSlichen Runde willkommen heißen.
Gesunde Fette
In kalorienbewussten Kreisen hat es sich längst herumgesprochen: Nüsse enthalten Fett. Hasel- und Walnüsse beispielsweise liefern gut 60 Prozent Fettanteil, Macadamia- und Paranuss gar über 70 Prozent. Na und? Wenn wir genauer hinblicken, ist genau das ihr Vorteil. Denn der kalorienreiche Bestandteil von Nüssen ist keineswegs unnötiger Ballast, sondern hochwertige mehrfach -ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst produziert – sie müssen also über die Nahrung aufgenommen werden.Die bekanntesten Vertreter unter ihnen sind die Omega-3-Fettsäuren. Sie können den Cholesterinspiegel regulieren, Blutdruck senken, die Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen und sich positiv auf Magenbeschwerden und Hauterkrankungen auswirken. Auch für die Gehirnleistung sind Nüsse ein wahrer Booster – der Name „Studentenfutter“ kommt da nicht von ungefähr. Die Trockenmasse des menschlichen Gehirns besteht selbst sogar zu 60 Prozent aus Fetten, wobei besonders am nervenreichen Gewebe die Omega-3-Fettsäuren am Aufbau beteiligt sind. Sie fungieren als Basis für Gedächtnisleistung und Konzentration und wer vor einer wichtigen Prüfung ein paar Nüsse kaut, tut sich damit doppelt -Gutes. Nicht nur die Nahrung an sich bedeutet Futter für das -Gehirn, auch die Kaubewegungen selbst tragen zur Konzentrationsförderung bei (klappt auch mit Kaugummi).
Flüssige Nüsse
Nussöle enthalten ebenso wie das Grundprodukt die wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Achten Sie darauf, dass die Öle (Wal-, Macadamia- oder Haselnussöl) nicht raffiniert sind, sonst gehen wertvolle Nährstoffe verloren. Nüsse sind Bestandteil zahlreicher traditioneller Backwaren: Nussstrudel, Esterházytorte, Nusskipferl und natürlich viele Kekse und Weihnachtsbäckereien sind undenkbar ohne Mandeln, Hasel- oder Walnüsse. Auch die Öle, die aus diesen -Nüssen gewonnen werden, eigenen sich hervorragend, um süße Gerichte abzuschmecken: Einige Tropfen Walnussöl geben dem Hirseauflauf einen nussigen Geschmack, Haselnussöl kann Palatschinken und Obstsalat verfeinern und sogar auf Vanilleeis machen sich einige Tropfen Nussöl ausgesprochen gut.


















