Was ist für Sie der Ausgleich, die Schauspielerei oder die Arbeit im Weingarten?
Wenn Sie mich jetzt fragen, muss ich sagen in der Schauspielerei, da wir gerade die Weinlese beendet haben und das verdammt viel Arbeit war. Ich drehe heuer auch noch zwei Filme. Einer heißt "Heimat", der andere "Todespolka". Die Schauspielerei ist meine Berufung, das war mein vorbestimmter Weg. Ich sehe bei meinem fünfjährigen Sohn, wie das ist, wenn ein Talent raus muss. Der Kleine Laurids malt bereits wunderschöne Bilder. Mein achtjähriger Sohn Leonard hingegen hat schauspielerische Ambitionen und ist musisch talentiert.
Aus welchem Beweggrund wird man Schauspieler?
(Nachdenklich) Es hat schon ein wenig mit einem Manko zu tun, das man kompensiert. Im Laufe der Zeit lernt man immer besser, damit richtig umzugehen. Und zweifelsohne will man von möglichst vielen Menschen geliebt werden. Deshalb steht man auf der Bühne.
Kochen Sie gerne?
Ein guter Freund von mir behauptet, meine Frau und ich kochen auf sehr hohem Niveau. Wir bewirten gerne Gäste und es ist uns wichtig, qualitativ hochwertige Produkte auf den Tisch zu bringen. Für ein gutes Lamm bin ich bereit, auch weite Strecken in Kauf zu nehmen. Wir wissen, wo wir die besten Produkte bekommen. Eine Bekannte von uns hat ein kleines Direktvermarkter-Geschäft eröffnet, das ist eine Goldgrube. Daran sieht man, wie die Menschen immer bewusster in ihrem Einkaufsverhalten werden und gute Produkte bevorzugen.
Vermissen Sie Wien gar nicht?
Nein, überhaupt nicht. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, in Wien zu leben. Da, wo wir wohnen, haben wir den Vorteil, in zwei Stunden in Wien, Zagreb oder Budapest zu sein. Wenn uns nach einem Stadtbesuch ist, haben wir viele Möglichkeiten.