 Stolz auf Spitzenweine ? die Mitglieder des Klitzekleinen Rings © Wurm |
Stolz auf Spitzenweine ? die Mitglieder des Klitzekleinen Rings © Wurm
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Eine basisdemokratische Vereinigung
Im Klitzekleinen Ring dagegen geht es basisdemokratisch zu, die Wege sind kurz, die Aufgaben überschaubar. Die im Jahr 2005 gegründete Miniaturvereinigung versteht sich eben als Gegenentwurf zu den großen Weingutsvereinigungen: Hier geht es nicht um aufwändige Präsentationen, um Versteigerungen von Raritäten und um Vorstandssitzungen. Die 11 Ringmitglieder, die aus dem Moselstädtchen Traben-Trarbach und der nahen Umgebung stammen, wollten sich von Anfang an nicht wichtig machen, sondern etwas tun für eine Region, die trotz aller Erfolge in der Krise steckt. Es war die Zeit, als Martin Müllen und Daniel Vollenweider gerade mit ihren Weinen bekannt wurden, alsKonstantin Weiser und Alexandra Künstler ihre ersten Experimente im eigenen Betrieb starteten, als Jan Klein daheim im Staffelter Hof in Kröv Verantwortung übernahm. Doch in Enkirch und Eller, in Traben oder Trarbach sowie in vielen anderen Dörfern der Mittelmosel gab es noch Weinberge, die in Vergessenheit zu geraten drohten. Selbst einst renommierte Parzellen wie die Enkircher Ellergrub waren damals auf dem absteigenden Ast: zu steil, zu unwegsam, nur mühsam zu bewirtschaften. Ein paar junge Winzer, Quereinsteiger oder aus etablierten Betrieben stammend, setzten sich zusammen und beschlossen, zumindest eine kleine Parzelle gemeinsam zu bewirtschaften. „Wir wollten einfach einen bedrohten Weinberg retten“, sagt Alexandra Künstler vom Weingut Weiser-Künstler. Womit der Name schon feststand: „Bergrettung“ nennt sich die Gemeinschaftscuvée, die von den 11 Ringmitgliedern alljährlich in klitzekleinen Mengen angeboten wird und meist schon rasch nach der Füllung ausverkauft ist. Und weil auch sonst alles ziemlich klein war, weil der Verein nicht um jeden Preis wachsen wollte, kam auch der Name zustande. Wenn schon klein, dann gleich klitzeklein. Und der Begriff „Ring“ durfte nicht fehlen, als neckisches Augenzwinkern hinüber zu den Versteigerungsringen mit Tradition, dem Großen und dem auch nicht winzigen Bernkasteler Ring.