DIE GENUSS.Grillerin DES JAHRES 2020

Ein Artikel von Angelika Kraft | 02.07.2020 - 06:00

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Tamara FEICHTER

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© Tamara Feichter

Unsere erste Finalistin heißt Tamara Feichter, die GENUSS.Grillerin des Jahres 2020 werden möchte, weil sie zeigen will, dass man am Grill viel mehr machen kann als nur Würstchen und Koteletts zu grillen. Für sie gehört Grillen einfach zum Sommer wie Baden im See oder im Freibad – was vielleicht auch daran liegt, dass ihr schönstes Grillerlebnis direkt mit dem Sommer(-urlaub) zusammen hängt. Es fand nämlich am Campingplatz in Kroatien direkt am Meer mit Blick auf den Sonnenuntergang statt.

Ob elektrisch, Gas oder Kohle spielt für Tamara keine Rolle – „Hauptsache, die Hitze stimmt!“, ist sie überzeugt. Grillen empfindet sie als die perfekte Art, Gäste zu bekochen. „Nichts macht mehr Spaß, als sich mit Freunden um den Grill zu versammeln – und niemand muss alleine in der Küche stehen“, so Tamara, die im Sommer mehrmals in der Woche grillt. Vor allem selbst gemachte Cevapcici und Steaks haben es ihr angetan, aber auch Vegetarisches wie gefüllte Champignons oder Zucchini kommen bei ihr auf den Rost. Und sogar Süßes, wie gegrillte Ananas oder Bananen, hat sie bereits zubereitet. Wenn sie jemanden – egal wen – zum Grillen einladen dürfte, würde sie sich ganz klar für Jamie Oliver entscheiden. „Da könnte ich mir sicher noch ein paar farbenfrohe Rezepte abschauen“, ist sie überzeugt.
Weil die Wienerin auch im Winter nicht auf ihren geliebten Grill verzichten möchte, wirft sie sogar in den kalten Monaten hin und wieder den Rost an. „Da gibt es dann meistens Pizza vom Grill“, verrät uns Tamara.

Dass Frauen besser grillen können als Männer glaubt Tamara übrigens nicht. „Jeder kann grillen“, ist sie überzeugt, „was mir aber aufgefallen ist, ist, dass bei Frauen nicht nur das Grillgut Beachtung findet, sondern auch viel Wert auf die Beilagen und Saucen gelegt wird.“ Ein Grill-Tipp, den sie gerne an unsere Leser weitergeben möchte? „Keine zu dünnen Steaks verwenden“, rät sie, „da diese schnell zäh und trocken werden“. Und: „Das Fleisch nicht zu früh wenden. Erst wenn es sich problemlos vom Rost löst, ist der richtige Zeitpunkt gekommen.“

Tamaras Grillrezept

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© Tamara Feichter

 

Topfensoufflée vom Grill mit marinierten Erdbeeren

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Magdalena MEHRINGER

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© Magdalena Mehringer

„Die schönsten Momente im Leben sind die, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So wie Sie das heute bei mir gemacht haben.“ Das war die Reaktion von Magdalena Mehringer auf unsere Nachricht, dass wir sie als eine der drei Finalistinnen ausgewählt haben. Kein Wunder, denn die Leidenschaft für das Grillen, Kochen und Backen begleitet sie ihr ganzes Leben, „was möglicherweise daran liegt, dass ich immer schon gerne gekocht und als ältestes Mädchen von elf Kindern bereits sehr jung damit angefangen habe.“

Die Seminarbäuerin lebt mit ihrem Mann auf einem Bauernhof im Mühlviertel. „Ich grille im Garten auf einem sehr einfachen, selbstgebauten Griller mit Steinplatte, befeuert durch Holz aus dem Wald als nachhaltigste Energiequelle“, erzählt sie uns und da bei ihr das Grillen nicht nur als Erlebniskochen für Freunde und Familie stattfindet, sondern auch als echtes Versorgungskochen im Alltag, wird der Griller fast täglich angeheizt. „Grillen ist für mich wie Kochen im Freien“, sagt Magdalena, die als Landwirtin und leidenschaftliche Seminarbäuerin natürlich besonderen Wert auf hochwertige Lebensmittel aus Österreich legt. Regionales Fleisch aus artgerechter Haltung, saisonales Obst und Gemüse aus der Umgebung und frische Kräuter aus dem eigenen Garten sind ihre Zutaten – sowohl für die Küche als auch für den Grill.

Eine ihrer großen Leidenschaften ist das Grillen von Teig – egal, ob große Bauernbrotlaibe aus dem Dutch Oven, Flammkuchen in pikant und süß oder hauchdünne Palatschinken vom heißen Stein. Ihr Lieblingsrezept für Flammkuchen hat sie uns sogar mitgebracht.

Begrillt wird bei der offenen, lebensfrohen und humorvollen Mühlviertlerin jeder, der ordentlich Hunger mitbringt. Der perfekte Grillabend findet gemeinsam an einem großen Tisch mit viel Essen, guten Gesprächen und jeder Menge Spaß statt. Gelungen ist der Abend, wenn am Schluss alle ein Lächeln auf dem Gesicht tragen.

An ein besonderes Grillerlebnis denkt Magdalena gerne zurück: „Wir hatten eine große Baustelle am Hof, der Dachstuhl am Wirtschaftstrakt wurde erneuert. Mehrere Wochen waren Arbeiter da, die wir selbstverständlich immer mit warmem Mittagessen versorgt haben. Für den nächsten Tag wurde ein Stromausfall angekündigt, mein Mann und ich mussten jedoch zur Arbeit. Da habe ich meiner Schwiegermutter, die damals 75 Jahre alt war und noch nie in ihrem Leben hinter einem Grill gestanden hatte, kurzerhand gelernt wie man grillt – und die Arbeiter waren begeistert, so gut hat es ihnen geschmeckt.“

Dass bei Magdalena zuhause sie als Frau das Grill-Zepter in der Hand hat, wundert sie nicht: „Es mag schon sein, dass Männer das Feuer erfunden haben, aber wir Frauen konnten schon immer besser damit umgehen. Wir beherrschen das Spiel mit dem Feuer einfach besser“, schmunzelt sie. Von ihrem Ehemann bekam sie bereits zwei Krönchen verliehen. „Daheim bin ich also bereits die doppelte Grillprinzessin“, sagt sie, „die Auszeichnung ´GENUSS.Grillerin des Jahres 2020´ würde ich mit Stolz und Verantwortung tragen“.

Magdalenas Grillrezept

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© Magdalena Mehringer

 

Mühlviertler Flammkuchen

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Jenny GRUBER

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© Thomas Friedl

Vom Mühlviertel zum Mostviertel und zu einer weiteren Seminarbäuerin. Jenny Gruber erwischen wir beim Ribisel Pflücken und Entsaften derselben mit der Nachricht, dass sie im Finale zur GENUSS.Grillerin des Jahres steht. Darüber freut sie sich riesig, immerhin hat sie sich voll und ganz dem Grillen verschrieben. Der Grillvirus hat sie im Jahr 2017 gepackt. „Damals habe ich einer Kollegin bei der Grillstaatsmeisterschaft in Horn geholfen. Bis heute bin ich nicht mehr vom Grillen losgekommen. Ich liebe es zu grillen und das Strahlen in den Augen meiner Gäste, wenn etwas so richtig gut schmeckt“, schwärmt sie.

2019 nahm sie dann selbst an den Grillstaatsmeisterschaften teil und erzielte gleich den ersten Platz. Neben einem Smoker gewann sie bei dem Wettbewerb die Erkenntnis „Das möchte ich machen“, kündigte ihren Job als Verkäuferin und gibt seitdem ihr Wissen in Grillkursen weiter. Da Jennys zweite Leidenschaft dem Brotbacken gilt – 2019 gewann sie das Vienna Brotbackfestival „Kruste und Krume“ – bäckt sie gerne Brot am Griller. „Wenn die Kohlen glühen und das Feuer knistert, ist die beste Zeit, um richtig gutes Brot zu backen. Nur aus Mehl, Wasser und Salz entstehen die besten Meisterwerke“, schmunzelt sie. Ihre Lieblingsfoccacia passt immer – als Vorspeise, Hauptspeise oder einfach für Zwischendurch, süß belegt oder pikant mit Sugo aus dem Dutch Oven „So kann ich auch gleich das sonnengereifte Gemüse aus meinem Garten verarbeiten – und das Ergebnis schmeckt sensationell“, schwärmt die zweifache Mutter. Dass alle Produkte, die bei Jenny auf dem Grill landen, hochwertig, regional und saisonal sind, versteht sich bei der Seminarbäuerin von selbst, die diplomierte Kräuterpädagogin baut aber auch immer wieder Wildkräuter, deren Früchte und Wurzeln in ihre Rezepte ein. „Wenn zum Beispiel ein Steak noch etwas nachziehen muss, wickle ich es vorher in ein Rhabarberblatt ein und gebe noch ein paar Wildkräuter dazu. Aber auch Hopfensprossen eignen sich ausgezeichnet zum Grillen, der Geschmack erinnert ein wenig an Spargel“, verrät sie.

Ob elektrisch, Gas oder Kohle – da möchte sich Jenny nicht für eines entscheiden. „Wenn ich es rauchig möchte, dann nehme ich den Kohlegrill. Dazu kommen noch meine selbstgemachten Holzstücke aus Kirschen- oder Birnenholz, die ich vorher in Wasser einlege, damit sie ordentlich Rauch entwickeln, ohne gleich zu verbrennen. Für den Elektrogrill entscheide ich mich, wenn ich zum Beispiel einen Brotbackkurs gebe und als Snack für Zwischendurch ein schönes Steak grillen möchte. Der Grill passt perfekt in meinen Kofferraum, hat einen Gusseisenrost, erreicht 400 Grad und kühlt auch schnell wieder aus“, umreißt Jenny die Vorteile des Elektrogills. Aber auch der Gasgriller kommt bei ihr oft zum Einsatz. „Das geht schnell, die Temperatur lässt sich perfekt regulieren und er eignet sich auch super zum Brotbacken.“

Jenny ist schon mit allen bekannten Grillgrößen wie Adi Matzek, Leo Gradl, Patrick Bayer, Adi Bittermann oder Josef Mosshammer hinter dem Grill gestanden. „Für mich ist es immer wieder eine Ehre, mit den Profis zu grillen. Jeder, der grillen liebt, hat etwas Magisches an sich. Da kann ich von jedem so viel Kraft und Motivation mitnehmen. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal einen Grillkurs zu besuchen.“ Ein weiterer Tipp, den sie gerne weitergeben möchte, lautet: „Beim Grillen hat man es nicht nur im kleinen Finger, sondern auch in der Nasenspitze. Ich grille sehr viel nach Gefühl und wenn ich den Drucktest mache und es fühlt sich an, als ob man mit dem Finger auf die Nasenspitze drückt, dann ist das Steak perfekt – auch ohne Kerntemperaturmesser.“ Dass auch der Profi nicht vor Grillpannen gefeit ist, gibt Jenny gerne zu. Als sie ihr allererstes Brot im Dutch Oven backen wollte, ging der Teig so stark auf, dass sie Mühe hatte, den Deckel wieder zu öffnen. „Das Brot schmeckte aber trotzdem so köstlich, dass nichts davon übrig blieb“, lacht sie.

Jennys Grillrezept

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© Jenny Gruber

 

Hendl-Schicht-Cordon aus dem Dutch Oven

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