Radatz schmeckt seit 1962

Ein Artikel von Johannes Rottensteiner | 21.05.2012 - 14:32
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Rauschende Radatz - 50er Feier (v. l. n. r.): Thomas Zedrosser, Radatz Filial Management, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, die Unternehmensgründer Elisabeth und Franz Radatz, Elisabeth Radatz-Fiebinger und Dr. Franz Radatz mit der "50-Jahre-Radatz-Leberkäse". © Radatz

Zahlreiche Freunde, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten sowie Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung, so unter anderen Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Manfred Wurm, Bezirksvorsteher für den 23. Bezirk, REWE-Vorstandsvorsitzender Frank Hensel, Klaus Pollhammer, Vorstand Merkur AG, Corinna Tinkler, Konzernsprecherin REWE, Rudolf Riegler, BILLA Fleischeinkaufs-Direktor, Robert Nagele, BILLA Feinkost Direktor, Simone Grossauer, Penny Einkaufsleiterin, Interio-Chefin Janet Kath, die Familie Klein von Almdudler, Comedian Robert Palfrader und viele mehr.

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REWE Vorstandsvorsitzender Frank Hensel und "Kaiser" Robert Palfrader. © Radatz

Barbara van Melle (Slow food Wien) moderierte das Programm in dem man die letzten 50 Jahre des Traditionsunternehmens Revue passieren lies.

Für grandiose Stimmung sorgten die Wiener Tschuschenkapelle und der 70er-80er Pop der „Bad Powells“.

Eine Wiener Erfolgsgeschichte des guten Geschmacks

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Dr. Franz Radatz und Bezirksvorsteher Manfred Wurm. © Radatz

Hinter der erfolgreichen Geschichte des Namens Radatz steht vor allem die Persönlichkeit des Firmengründers, Franz Radatz.

Er war es, der in den Nachkriegsjahren den Beruf des Fleischers wählte, um „etwas mit Essen zu tun zu haben“. Aus dieser praktischen Beziehung zum Essen entwickelte sich eine Leidenschaft für die Zubereitung von köstlichen Wurst- und Fleischprodukten, die sein Leben und das seiner Familie langfristig prägen sollte.

Das Familienunternehmen

1962 eröffneten Franz und Elisabeth Radatz ihr erstes eigenes Geschäft „auf der Wieden“ im 4. Wiener Gemeindebezirk. Dort begann die Geschichte der Marke, die ein Synonym für feine Würste aus Wien werden sollte. In den nächsten Jahren erfolgte die Expansion des Unternehmens. 1966 kam es zur Übersiedlung der Produktion an den jetzigen Standort nach Neu Erlaa, in den 23. Bezirk.

Der Einzelhandel konnte in wachsendem Ausmaß mit Produkten aus der hauseigenen Herstellung beliefert werden. Ende der 60er Jahre zählten bereits Konsum, Metro und Billa zu den wichtigsten Kunden. 1970 hatte das Unternehmen bereits 70 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 300.000.- Schilling pro Woche. 1973 kaufte man die erste Verpackungsmaschine, um die längere Haltbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits 14 Verkaufstouren und 15 eigene Filialen.Seit 1998 ist Stastnik eine 100% Tochter von Radatz. Der Salamimeister wurde 1898 gegründet und beschäftigt heute am Standort in Gerasdorf im Weinviertel 130 Mitarbeiter.

Der Marktführer, wenn's um die Wurst geht

Franz Radatz sen. gibt heute noch seine lebenslange Erfahrung an die MitarbeiterInnen weiter. Mit großem Erfolg sorgt Sohn, Dr. Franz Radatz, der seine Fleischermeisterprüfung 1985 ablegte und 1992 an der Wirtschaftsuniversität Wien promovierte, für durchgängige Qualitätssicherung. Darüber hinaus fungiert Dr. Franz Radatz im Rahmen des Handelsverbands als Leiter der Plattform Nahrungsmittel. Seit 1995 ist die Firma Radatz unter seiner Führung ISO 9001 und seit 2003 nach IFS (international food standard) für das „höhere Niveau“ zertifiziert. Mit Marketing, Werbung und PR hat Tochter, Elisabeth Radatz-Fiebinger, den kommunikativen Bereich übernommen. Ihre Mutter, Elisabeth Radatz sen., hat sich nach dem Aufbau der Filialen 1996 aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und fungiert nun als Aufsichtsratmitglied. Die Führung der Filialen hat sie in die bewährten Hände von Thomas Zedrosser gelegt.

Traditionsbewusstsein und Qualitätsanspruch prägen auch weiterhin den Stil eines Unternehmens, das größten Wert auf die Ausbildung seiner Mitarbeiter legt. Den Kunden schmeckt es bei Radatz heute wie vor 50 Jahren. Und das ist ja die Hauptsache.

Österreichs größter fleischverarbeitender Familienbetrieb

Der Radatz-Stastnik Konzern beschäftigt 920 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 168 Millionen Euro. Beliefert werden neben den eigenen 23 Radatz-Filialen, österreichweit die wichtigsten Handelsketten. Radatz nimmt seit 2003 erfolgreich am Öko-Business-Plan teil und berichtet seit 2008 über seine Entwicklungen in Form des Radatz Nachhaltigkeitsberichts.