Heiß auf Eis!

Ein Artikel von Angelika Kraft | 28.06.2017 - 09:32
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© Shutterstock.com / Elena Veselova

Selbst die coolsten Menschen lässt dieser Stimmungsaufheller nicht kalt: Cremiges Milcheis, fruchtiges Sorbet oder halbgefrorenes Parfait wecken Kindheitserinnerungen und machen einen tollen Sommertag erst so richtig perfekt.

Mit Freude erinnere ich mich an die Fahrrad­ausflüge zum Eissalon, bei denen wir uns eine Riesenportion Eis mit Schokosauce erst erstrampeln mussten. Oder an die Schwimmbadbesuche, bei denen man von den Eltern immer ein paar Münzen erbettelte, um sich in der Eistruhe ein Schleck- eis aussuchen zu können. Oder an das aufregende Gefühl, als wir daheim das erste Mal die Eismaschine angeworfen haben.

Wer zuhause selbst Eis herstellt, weiß, was er im Stanitzel hat und kann nach Lust und Laune mit Zutaten, Aromen und Geschmäckern experimentieren. Am einfachsten geht das natürlich mit einer Eismaschine, aber auch im Tiefkühler lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Dann muss man nur daran denken, die Masse jede halbe Stunde durchzurühren, damit sich keine allzu großen Eiskristalle bilden. Auch wir haben auf den folgenden Seiten einige frostige Infos für Sie zusammengerührt: Wir präsentieren Ihnen spannende Fakten rund um das Eis. Oder wissen Sie, welchen eisigen Rekord Wien hält und warum eine kuriose Eissorte sogar verboten wurde? Wir servieren Ihnen tolle Rezepte zum Schlecken, aber auch zum Trinken und wir haben die Eis-Greisslerei im niederösterreichischen Krumbach besucht. Andrea und Georg Blochberger gewähren hier ihren Gästen tiefe Einblicke in die süße Produktion. Die Eiszeit ist angebrochen und wir wünschen Ihnen viel Freude dabei!

Ice Cream-Festival

Am Wochenende des 8. und 9. Juli 2017 steigt ab 10 Uhr im Wiener Augarten das zweite Ice Cream-Festival mit 25 Eissalons – darunter sind Klassiker wie Aida und Bortolotti, der niederösterreichische Platzhirsch Harrer, aber auch kreative Newcomer wie Sweet Hell aus den Wiener U-Bahnbögen. Natürlich kommen nicht nur Eisfans auf ihre Kosten, für die richtige Unterlage sorgen zusätzlich Foodtrucks und Gastronomie. Ein spezielles Kinderprogramm mit Kinderschminken, Wasserspritzen-Areal und Europas größtem Bällebad macht das Ice Cream-Festival zum Riesenspaß für die ganze Familie. Der Eintritt ist frei.

Eis, Sorbet & Co.

Welche Eissorten gibt es und wodurch unterscheiden sich diese? Abhängig von den Grundzutaten und der Zubereitungsart lässt sich eine Vielzahl an Variationen ausmachen. Die wichtigsten Kategorien an Gefrorenem hier in einem kurzen Steckbrief:

    Fruchteis
Wer Obst liebt, wird Gefallen an echtem Fruchteis finden. Sein besonderes Merkmal ist der vorgeschriebene hohe Anteil an Früchten. Zu mindestens 20 Prozent müssen sich frische Erdbeeren, Marillen oder Mango in der kalten Süßspeise tummeln.
    Milcheis
Das heute landläufig angebotene Speiseeis ist Milcheis und besteht im Wesentlichen – nämlich zu satten 70 Prozent – aus Milch. Aromatisiert wird es mit Zuckersirup, Fruchtmark und anderen Zutaten.
    Cremeeis
Das klassische Cremeeis besteht aus mindestens 50 Prozent Milch oder Schlagobers, Eigelb, Zucker und Aromen. Die Masse wird in der Eismaschine cremig gefroren.
    Softeis
Eine Besonderheit, die jedoch nicht als eigenständige Eissorte bezeichnet wird, ist das Softeis. Wer kennt es nicht, cremig per Hebel in das Stanitzel gedrückt? Seine weiche Konsistenz entsteht durch Luftdruck, der die flüssige Eismasse in Gefrierzylinder pumpt und dabei gleichzeitig aufschäumt und gefriert. Das Ergebnis ist fast so soft, dass man es blind erkennt.
    Parfait
Ein Parfait ist ein Halbgefrorenes, das sich von Speiseeis dadurch unterscheidet, dass es nicht in der Eismaschine hergestellt wird. Für die Zubereitung füllt man eine mit Schlagobers vermischte Parfaitmasse in Formen und friert diese anschließend ein.
    Semifreddo
Ein Semifreddo ist – wie der Name schon sagt – ebenfalls ein Halbgefrorenes. Dafür bereitet man aus Schlagobers, Früchten, Kakao oder anderen geschmacksbestimmenden Zutaten eine Masse zu, die anschließend unter ständigem Rühren zu halbfester Konsistenz gefroren wird.
    Sorbet
Puristen bevorzugen das klassische Sorbet. Wie das ihm zugrunde liegende Rezept des arabischen „Scherbet“ besteht es aus gefrorenem Wasser und wird mit Fruchtmark oder -sirup, Zucker und anderen Zutaten aromatisiert. Oftmals wird auch Eischnee oder Schlagobers hinzugefügt.
    Granité oder Granita
Die sizilianische Eisspeise ist eng verwandt mit dem Sorbet, besteht allerdings ausschließlich aus Fruchtsaft und Zuckersirup. Unter mehrmaligem Rühren wird es nach und nach gefroren. Durch das häufige Rühren entsteht eine körnige Eismasse, die nicht so cremig ist wie beim Sorbet. Das Granité wird mit einer Gabel oder einem Löffel abgeschabt, portionsweise serviert und sofort verzehrt.
    Wassereis & mehr
Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere Kreationen, von Wassereis über Fruchteiscreme bis hin zu modernen Varianten wie Frozen Joghurt oder Sojaeis – dem Erfindungsreichtum sind kaum Grenzen gesetzt.