Erneuerbare Energien standen beim „InTalk-Europa“ im Mittelpunkt

Ein Artikel von NÖ Bauernbund (bearbeitet für GENUSS-magazin.eu) | 08.05.2019 - 13:47
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Neue Impulse für Europa: Bauernbund Jugend-Obmann Harald Hochedlinger, Obfrau Forum Land LAbg. Klaudia Tanner, Spitzenkandidat des NÖ Bauernbunds für die Europa-Wahl Alexander Bernhuber, LH-Stv. Stephan Pernkopf und Landesleiter der Landjugend NÖ Norbert Allram im Turbinensaal des AKW Zwentendorf. (v.l.) © NÖ Bauernbund/Philipp Monihart

Die Infrastrukturversorgung in ländlichen Gebieten, Energie, Klimawandel und Umwelt oder das Image der heimischen Landwirtschaft sind auch für die Jugend brennende Themen – das zeigte sich gestern, Dienstag (7.5.2019) beim „InTalk Europa“ im ehemaligen Atom- und jetzigen Sonnenkraftwerk Zwentendorf.

Die von der NÖ Landjugend, der Bauernbund Jugend und Forum Land initiierte Diskussionsrunde mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Alexander Bernhuber, Spitzenkandidat des NÖ Bauernbunds für die Europawahl, stieß auf reges Interesse. Rund 250 Jugendliche, junge Erwachsene und viele Interessierte brachten im Vorfeld der Europawahl ihre Fragen und Ideen zur zukünftigen Ausrichtung des ländlichen Raums ein. 

Ein junger Kandidat für Brüssel

Neben fachlichen Themen aus den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Umwelt, Klimawandel  und Ernährung stand neben den Fragen an LH-Stv. Stephan Pernkopf vor allem die Person von Europawahl-Kandidat Alexander Bernhuber  im Vordergrund. So stellten die Talk-Teilnehmer auch persönliche Fragen zu seinem beruflichen Werdegang oder dem Tagesablauf im Leben eines nunmehrigen Spitzenkandidaten. Der 26-jährige Junglandwirt Alexander Bernhuber aus Kilb im Bezirk Melk wird als starke Stimme für den Ländlichen Raum und die Jugend antreten. Er ist Absolvent des Francisco Josephinums und hat an der Universität für Bodenkultur Pflanzenbau studiert

 „Wir brauchen eine EU, die mit Hausverstand arbeitet und Vorgaben mit Augenmaß beschließt. Gerade für uns Jungen liegt die Zukunft in Brüssel, weil dort vieles passiert, was uns betrifft. Im Moment ist keiner der 751 EU- Abgeordneten unter 30 Jahre alt.  Wenn die EU eine Politik für morgen gestaltet, braucht sie dafür auch Menschen, die in dieser Zukunft leben“, erklärte Alexander Bernhuber, der sich für ein Europa der neuen Generation starkmacht. 

Energie, Umwelt und Landwirtschaft als Europa-Themen

„Ich bin sehr stolz auf die Besonderheit, dass das sicherste Kernkraft-Werk der Welt in Zwentendorf steht“, erinnerte Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf an das Reaktor-Unglück in Tschernobyl vor 33 Jahren und die Katastrophe in Fukushima vor acht Jahren: „Wir in Niederösterreich haben uns gegen die Atomkraft entschieden. Vor 41 Jahren stimmten wir gegen das Kernkraftwerk Zwentendorf und damit für eine nachhaltige Energiewende.“

Dass nun – vorerst aufgeschoben - 200 Kilometer  von St. Pölten entfernt mit dem AKW Mochovce (Slowakei) ein Schrottreaktor ans Netz gehen sollte, zeige einmal mehr, dass man in Niederösterreich  den richtigen Weg gehe, so Pernkopf: „Dieser Weg muss aber auch ein europäischer Weg sein, denn Atomkraft ist energiepolitisch ganz klar der falsche Weg.“ Das Problem des Atommülls sei nicht gelöst, das Risiko durch Reaktoren, die Sicherheits-Standards trotzen, ist viel zu groß.

Niederösterreich ist Pionier und Vorbild in Europa

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Großes Interesse an den Zukunftsfragen der Europäischen Union. © NÖ Bauernbund/Philipp Monihart

„Niederösterreich war von Beginn an ein Pionier der Energiewende. Bereits seit 2015 decken wir 100 Prozent unseres Strombedarfs aus erneuerbarer Energie. NÖ ist Vorreiter bei den Klimazielen und macht zudem Umweltschutz mit Hausverstand“, erklärte Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und verwies auf die Bereiche Energieerzeugung, e-Mobilität, Landwirtschaft und Gebäudetechnik. So war Niederösterreich schon vor 36 Jahren Vorreiter in der Wärmeerzeugung durch Biomasse. Heute gibt es in NÖ 770 solcher nachhaltiger Heizwerke. Insgesamt werden knapp 40 Prozent aller Haushalte mit Wärme aus Biomasse versorgt.

Denn eines sei klar, war sich Pernkopf mit Europawahl-Kandidat Alexander Bernhuber einig: Mit jedem zusätzlichen Prozent Erneuerbarer Energie könne man die Atomkraft, Öl und Gas zurück drängen und die Wertschöpfung im eigenen Land erhöhen. So schaffe  jedes zusätzliche Prozent Ökostrom eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 15 Millionen Euro im Land. „Wir sind Vorbild in Europa und in der Welt“, so Pernkopf und Bernhuber.