Alle(s) auf Zucker?!

Ein Artikel von SPAR (bearbeitet für GENUSS-magazin.eu) | 05.02.2020 - 18:00

Ende Jänner lud SPAR im Namen der zucker-raus-initiative zum ersten Zuckergipfel der Lebensmittelbranche. Laut statistik.at essen die Österreicherinnen und Österreicher mit 33,3 Kilogramm pro Jahr zu viel Zucker. Dies hat schwere gesundheitliche Folgen, wie Adipositas und Diabetes.

Kein Zuckerschlecken für unsere Gesundheit

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6.700 Tonnen: Die Unterstützer der zucker-raus-initiative, der Allianz gegen zu viel Zucker haben in den letzten drei Jahren mehr als 6.700 Tonnen Zucker eingespart. © SPAR/Johannes Brunnbauer

Die von der WHO empfohlene Tagesdosis von 25 g bzw. maximal 50 g Zucker verfehlt die Österreichische Bevölkerung somit um ein Vielfaches. Als eine der schweren gesundheitlichen Folgen führte Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Datz, ärztlicher Leiter des Krankenhauses in Oberndorf, die nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) an. „Die nichtalkoholische Fettleber gilt als eine der bedeutendsten Zivilisationskrankheiten, da bereits über 40 Prozent der westlichen Bevölkerung davon betroffen sind. Sie kann auch zu besorgniserregenden Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs führen. Viele Studien zeigen, dass übermäßiger Zuckerkonsum eine der häufigsten Ursachen für diese Erkrankung ist, so der Spezialist für Gastroenterologie. Dass Adipositas zu Diabetes führen kann, ist gemeinhin bekannt. Die Gefahren, die von dieser Krankheit ausgehen, an der 800.000 Personen in Österreich erkrankt sind, sind vielen nicht bewusst. Diabetiker haben zudem ein zweifach höheres Risiko für Demenzerkrankungen, unterstreicht Assoz.-Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Susanne Kaser, Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft.

Aktuelle Studie: Österreicher unterschätzen Zuckerkonsum massiv

„Rund 92 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind laut aktueller Umfrage der Meinung, dass ihr Zuckerkonsum unter den laut Versorgungsbilanz konsumierten 91 g Zucker pro Tag liegt“, präsentiert Lisa Patek, MSc, vom Meinungsforschungsinstitut Marketagent und ergänzt: „Knapp 75 Prozent gehen davon aus, dass sie genau so viel oder weniger Zucker konsumieren wie von der WHO empfohlen. 7 von 10 Befragten wollen ihren Zuckerkonsum dennoch einschränken.“ Hinsichtlich der möglichen Erkrankungen durch einen übermäßigen Zuckerkonsum sind die Österreicherinnen und Österreicher gut informiert: 91 Prozent wissen, dass erhöhter Zuckerkonsum zu Diabetes führen kann. „Insgesamt kennen die Österreicherinnen und Österreicher die Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums, sie wünschen sich jedoch weitere Zuckerreduktion, auch wenn das Produkt dadurch vielleicht anders schmeckt, sowie eine bessere Kennzeichnung“, hält Patek abschließend fest.

Zuckerreduktion bei SPAR weiterhin wesentliche Zielsetzung

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1.000 Tonnen Zucker hat SPAR seit Beginn der Initiative Anfang 2017 in den SPAR-Eigenmarken reduziert. 43 Prozent der 1.000 Tonnen Zucker wurden beispielweise bei SPAR-Getränke-Eigenmarken eingespart. © SPAR

„Bereits ein Jahr früher als ursprünglich erwartet haben wir es geschafft: Wir haben 1.000 Tonnen Zucker in unseren SPAR-Eigenmarkenprodukten reduziert“, verkündet SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel und ergänzt: „Wir haben den eingesparten Zucker in keinem Fall durch künstliche Süßstoffe ersetzt. Und jetzt folgt der nächste Schritt. Die Ergebnisse aus den aktuellen medizinischen Studien sowie aus der Meinungsumfrage sind für uns Antrieb, Motivation und auch Bestätigung, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Wir haben unser Ziel erneuert und wollen bis Ende 2021 insgesamt 2.000 Tonnen Zucker einsparen.“ Zu den Ergebnissen der Meinungsumfrage merkt Dr. Drexel an: „Wir konnten genau in den von den Konsumenten gewünschten Produktgruppen Getränke, Molkereiprodukte und Cerealien am meisten Zucker reduzieren. 43 Prozent der 1.000 Tonnen Zucker haben wir beispielweise bei SPAR-Getränke-Eigenmarken eingespart“, so Dr. Drexel. Er betont, „dass Lebensmittel Mittel zum Leben sein sollen und SPAR deshalb eine große gesellschaftliche Verantwortung trägt.“

Heimische Lebensmittelhersteller nehmen Verantwortung wahr

„Über 6.700 Tonnen beträgt die Zucker-Reduktionsmenge der Partner der zucker-raus-initiative von Anfang 2017 bis Ende 2019“, verkündet SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel. 38 Unterstützer zählt die Allianz gegen zu viel Zucker mittlerweile, darunter Almdudler, Vöslauer oder auch MONA Naturprodukte, die über ihre Zuckerreduktionsmaßnahmen am Zuckergipfel der Lebensmittelbranche sprachen.

Viele Produkte der teilnehmenden Unternehmen sind entweder zuckerreduziert, ohne zugesetzten  Zucker, künstliche Süßstoffe oder gar komplett zuckerfrei. Sehr viel wert legt man im Zuge dieser Anstrengungen vor allem auch darauf, das gewohnte Geschmackserlebnis für die Konsumentinnen und Konsumenten weitestgehend nicht zu beeinträchtigen oder zu verändern.

Am Gruppenfoto v.l.n.r.: Prof. Dr. med. Markus Metka (Präsident der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft), Dr. Wolfgang Goldenitsch (Geschäftsführer MONA Naturprodukte), Mag. Gerhard Schilling (Geschäftsführer Almdudler), a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD (Präsident der Österreichischen Ärztekammer), Mag.a Birgit Aichinger (Geschäftsführerin Vöslauer), Prim. Univ.-Prof. Dir. Dr. Friedrich Hoppichler (Vorstand des vorsorgemedizinischen Instituts SIPCAN), Dr. Gerhard Drexel (SPAR-Vorstandsvorsitzender), Lisa Patek, MSc (Marketingleitung Marketagent), Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Datz (Leiter der Arbeitsgruppe für Ernährung und Stoffwechsel der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie), Assoz.-Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Susanne Kaser (Präsidentin Österreichische Diabetes Gesellschaft)

GENUSS.Info

Mehr Informationen unter: www.zucker-raus-initiative.at