Corona: Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert

Ein Artikel von Redaktion | 18.03.2020 - 19:00
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Der Coronavirus zieht eine beispiellose Spur der Zerstörung durch die Welt. Inzwischen ist Europa eines der Epizentren der Krise. In Österreich sorgt der Lebensmitteleinzelhandel dafür, dass die Versorgung der Bevölkerung gesichert ist.

In Österreich wurde mit Stand Montag von der Bundesregierung das öffentliche Leben nahezu still gelegt. Die Bundesregierung verhängte eine weitreichende Ausgangsbeschränkung. Tenor: Der Virus muss ausgehungert werden. Alte Menschen und Risikogruppen sollen so unbedingt geschützt werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz  bezeichnete die aktuelle Situation in einem TV-Interview als „größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg“. Dem Lebensmitteleinzelhandelkommt nun auch in Österreich eine entscheidende Rolle zu. Denn nur dieser kann die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln gewährleisten.

Hamsterkäufe nicht nötig

Den ersten Stresstest hat der Lebensmitteleinzelhandel mit Bravour gemeistert. Denn am vergangenen Donnerstag und Freitag stürmten die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich die Läden. Am Samstag flaute der Ansturm dann ab. Das zumindest bestätigten die Kommunikationsabteilungen der großen Ketten am Samstagabend. Sowohl Spar als auch Rewe als auch die Diskonter versichern, dass die Versorgung auch in den kommenden Wochen gesichert ist und Hamsterkäufe völlig überflüssig seien. Denn: Auch die Industrie arbeitet auf Hochtouren. Und: In Österreich funktioniert die Lieferkette.

Bauern tun alles, um Bevölkerung sicher mit Lebensmitteln zu versorgen

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Auch für heimische Bäuerinnen und Bauern ist es höchste Priorität, Bevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen. Die heimische Landwirtschaft ist weitgehendst in der Lage, die Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen. Dazu Franz Titschenbacher  (Präsident der Landwirtschafskammer Steiermark): „Für die Bäuerinnen und Bauern hat es höchste Priorität, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Sie setzen alles daran, die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin sicherzustellen. Auch die heimischen Direktvermarkter sind wichtige Nahversorger für Stadt und Land.“

Die landwirtschaftliche Produktion deckt in vielen Bereichen die österreichische Nachfrage komplett ab. Der Selbstversorgungsgrad bei tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln ist größtenteils hoch. Bei Konsummilch liegt er österreichweit bei 168 Prozent, bei Butter bei 72 Prozent, bei Käse bei 99 Prozent, bei Obers und Rahm bei 109 Prozent.