10 Fakten zur Biene

Ein Artikel von Redaktion | 20.05.2020 - 06:00

In letzter Zeit hatte es das kleine Insekt, das uns ihr flüssiges Gold in Form von Honig liefert, nicht ganz so leicht. Die Bienenpopulation ist in den letzten 30 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Das liegt zum Teil am oftmals notwendigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Kunstdünger, die den fleißigen Tierchen nicht gut bekommen, andererseits aber auch bis zu einem gewissen Grad daran, dass die Zahl der Imkerinnen und Imker in den letzten Jahren zurückgegangen ist.

Honigbienen sind nämlich Haustiere, die von ihren BesitzerInnen abhängig sind: Den Imkerinnen und Imkern, die sich um sie sorgen, sie hegen und pflegen und sogar füttern, wenn es die Umstände verlangen. Umso mehr gilt es für uns Menschen, achtsam zu sein, denn schon Albert Einstein sagte einst: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben".

Wir haben anlässlich des Bienen-Feiertages ein paar wissenswerte Fakten zusammengetragen, die Sie vielleicht noch nicht wussten, auch wenn Sie Bienen und ihren schmackhaften Honig zu schätzen wissen.

Wussten Sie, dass…

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© pixabay.com

  1. rund 80 Prozent aller Pflanzen auf Fremdbestäubung angewiesen sind? Davon werden wiederum 80 Prozent durch Wild- und Honigbienen betäubt. Ohne Honigbienen würde es etwa ein Drittel unserer Lebensmittel nicht geben.
  2. ein Bienenvolk für ein Kilo Honig drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen muss? Dabei legt es insgesamt ca. 100.000 Flugkilometer zurück.
  3. eine Biene zwar super-fleißig ist, aber dennoch – je nach Einsatz – bis zu 8 Stunden pro Tag schläft?
  4. Bienen in einer Fluggeschwindigkeit zwischen 20 bis 30 km/h unterwegs sind?
  5. Bienen (Arbeitsbienen) im Schnitt ein Köpergewicht von circa
    82 Milligramm erreichen, mit ihrem Honigmagen aber 50 bis 70 Mikroliter Blütennektar zum Stock transportieren können?
  6. Bienen Farben im Ultraviolett-Bereich, dafür aber nicht die Farbe Rot erkennen können?
  7. der Sammelradius eines Bienenvolks rund drei Kilometer beträgt und die Bienen damit eine Fläche von rund 27 km² befliegen können?
  8. Bienen nicht ausfliegen, wenn die Windgeschwindigkeit über ihrer eigenen Fluggeschwindigkeit liegt? Das ist ab ungefähr Windstärke 4 der Fall.
  9. Bienen manchmal betrunken sind, wenn sie von vergorenem Obst naschen oder durch Wärme fermentierten Nektar erwischen? Wie beim Menschen ist es so, dass die Biene ins Torkeln gerät und ihren Rausch sozusagen „aussitzen“ muss.
  10. Honig gewissermaßen „Bienenspucke“ ist? Die Sammlerinnen saugen den Nektar oder den Honigtau (= ein Ausscheidungsprodukt von Blattläusen) mit ihrem Rüssel auf und transportieren diese süße Fracht in ihrer Honigblase in den Stock. Dort würgen Sie den Saft heraus, der im Anschluss von den Stockbienen aufgenommen und eigenlagert wird. Neben der Zugabe von Säuren und Enzymen wird der Saft auch eingedickt, bis der Wassergehalt unter 18 Prozent liegt.

GENUSS.Tipps für den Bienenschutz

  • Verzichten Sie im Garten und auf dem Balkon auf Pestizide und verbannen Sie Kunstdünger; Pestizide und Dünger sind für alle Insekten giftig.
  • Pflanzen Sie heimische Pflanzen mit offenen Blüten an - so finden Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung. Obstbäume und Beerensträucher eignen sich besonders gut. Zierpflanzen wie etwa die beliebten Geranien eignen sich nicht als Nahrungsquelle für Bienen.
  • Sorgen Sie dafür, dass es im Garten von März bis September blüht, damit Bienen und Insekten die ganze Saison über einen reich gedeckten Tisch vorfinden.
  • Eine Kräuterspirale mit Gartenkräutern wie Salbei, Majoran, Thymian & Co. zieht Bienen magisch an.
  • Belassen Sie gefallenes Laub und Totholz im Garten - hier finden Insekten Unterschlupf.
  • Ein Insektenhotel bietet Wildbienen ein Zuhause, auch leere Schneckenhäuser werden von manchen Wildbienen als Nistplatz bezogen.
  • Verzichten Sie möglichst auf das Unkrautjäten - etwa Scharbockskraut bietet reichlich Nektar.

(Quelle: www.hektarnektar.com)