Gurkerl, Pfefferoni und Chilis: Vom Feld ins Glas.

Ein Artikel von Redaktion | 09.08.2019 - 08:23
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Die STAUD’S Geschäftsführer und ihre Landwirtschaftspartner: Familie Berger und der Bio-Pusztahof Michlits. © Katharina Schiffl

Im burgenländische St. Andrä am Zicksee wird zurzeit auf Hochtouren geerntet. Gurkerln, Pfefferoni und Chilis finden hier optimale Bedingungen zum Gedeihen und haben dennoch mit den äußeren Umständen zu kämpfen. Wie zwischen Wetterkapriolen, extremen Arbeitsbedingungen und Bio-Trends ein einfach raffiniertes Produkt entsteht, das oft unter seinem Wert geschlagen wird – wir haben beim Wiener Traditionsunternehmen STAUD’S WIEN und seinen Gemüse-Lieferanten, der Familie Berger sowie dem Bio Pusztahof - Michlits, nachgefragt.

Es ist eine alte Wiener Tradition, Gemüse einzulegen und dadurch haltbar zu machen. Gab es in den 60er Jahren noch eine Vielzahl an Betrieben, kann man diese heutzutage an einer Hand abzählen. STAUD’S setzt seit Anbeginn auf seine saure Sparte und legt ab sofort eine delikate Auswahl an fein-sauren Delikatessen ins
1,7 Liter Großgebinde.

Nachhaltige Partnerschaften im Seewinkel

Nur etwa eine Autostunde von Wien entfernt liegt das beschauliche Örtchen St. Andrä am Zicksee im burgenländischen Seewinkel. Endlose Gemüsefelder reihen sich aneinander, ein trockener Wind weht uns entgegen, die Sonne brennt heiß vom Himmel. Es ist ein Klima, das sowohl den Einlegegurken als auch den Paprikavariationen gefällt, die STAUD’S Jahr für Jahr auf schnellstem Wege vom Feld ins achteckige Glas verarbeitet. Wie auch in der süßen Sparte legt das Traditionsunternehmen hier den Fokus auf den Qualitätsanspruch regionaler Produkte. Die größte Herausforderung dabei: die Urproduktion in Österreich zu halten und die Landwirte langfristig an das Unternehmen zu binden.

„Unser Anspruch ist es, so viel wie möglich aus Österreichischer Landwirtschaft zu beziehen und wir tun unser Bestes, um das auch weiterhin für unsere KonsumentInnen zu gewährleisten.“– STAUD’S Geschäftsführer Jürgen Hagenauer ist für die saure Sparte des Unternehmens federführend.

Ernten mit dem Gurkenflieger

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Mehrere Kulturen wachsen am Feld gemeinsam. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Form, sondern auch durch ihren Schärfegrad © Katharina Schiffl

Im Juli und August findet die Haupternte statt, wobei die erste Garnitur die schärferen Früchte hervorbringt. Es gilt: Je heißer und trockener der Sommer, desto schärfer die Pfefferoni und Chilis. Diese gehören zu den am schwierigsten zu erntenden Gemüsesorten überhaupt, da immer noch zur Gänze per Hand gepflückt wird. Bei Temperaturen über 40 Grad, den Kopf vornüber geneigt, müssen die Erntehelfer außerdem die richtige Technik beherrschen. Es muss gedrückt und nicht gezupft werden, damit der Stängel nicht an der Frucht hängen bleibt.

Während es bei Pfefferoni, Chilis und Paprika noch keine maschinellen Erntehilfen gibt, schafft der Gurkenflieger am benachbarten Feld der Familie Berger Erleichterung – wenn auch nur eine kleine. Alle zwei Tage müssen die Gurken geerntet werden, sonst sind sie für die Weiterverarbeitung zu groß. 40 bis 50 Prozent kommen als beste Ware ins Glas, der Rest muss anders verwertet werden. Planbar ist der Ertrag nicht, die Rohstoffabsicherung ist und bleibt ein großes Thema – nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Neben den körperlich intensiven Arbeitsbedingungen, die es schwermachen, gute Arbeitskräfte zu finden, stellen auch die extremen Witterungsbedingungen die Landwirte vor Herausforderungen.

„Tendenziell werden die Erträge in der Urproduktion dieses Jahr wohl leicht rückläufig sein. Ein so arbeitsintensives Produkt verlangt nach einer gewissen Wertigkeit. Im Regal darf auch einmal etwas aus sein.“ – Jürgen Hagenauer bewirtschaftet selbst Gemüsefelder in der Umgebung, um die Versorgung sicherzustellen.

Biologisch & Regional

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Die STAUD’S Geschäftsführer Jürgen Hagenauer (li.) und Stefan Schauer präsentierten die neue Linie im Sortiment: 7 Sorten Sauergemüse im 1,7 Liter Glas. © Katharina Schiffl

STAUD’S setzt vorrangig auf regionale Produkte, wo möglich auf Bio-Ware. In der süßen Unternehmenssparte wurden erst letztes Jahr 8 Bio-Konfitüren ins Regal gebracht. Der Weg dorthin ist für die Bauern ein weiter und beschwerlicher, denn die Umstiegszeit von der kommerziellen zur Bio Landwirtschaft beträgt ganze drei Jahre, in der die Ware noch nicht als Bio deklariert ist, jedoch preislich bereits in diesen Bereich fallen müsste. Neben der Familie Berger ist dieses Jahr der Bio Pusztahof - Michlits als STAUD’S Partner hinzugekommen.

„Wir sehen uns in erster Linie als Partner und begleiten sehr viele Landwirte auf ihrem Weg zum Bio-Anbau. Immerhin möchten wir hier Vorreiter sein, im sauren wie auch süßen Bereich.“ Verarbeitet werden die Produkte in der Manufaktur im burgenländischen Stegersbach, wo die Gurkerln sorgfältig eingelegt und die Pfefferoni noch per Hand ins Glas gedreht werden. Seit neuestem eben auch ins 1,7 Liter Großgebinde, erhältlich in 7 Sorten: STAUD’S Klassische Wiener Gewürzgurken süß-sauer, Feinste Salzgurken Wiener Art, Handgelegte Pfefferoni mild süß-sauer, STAUD’S Delikatess Pfefferoni scharf süß-sauer, Klassischer Wiener Kren süß-sauer, Silberzwiebel süß-sauer, Rote Rüben Salat mild gewürzt.

Informationen unter: stauds.com