Hélène Darroze tauscht Pariser Boulevards gegen die Gassen von Edinburgh

Ein Artikel von MMag. Kathrin Schrott | 09.09.2015 - 13:21
14417973376212.jpg

© CNN International

Kochen liegt der Altmeisterin der französischen Küche im Blut. Denn Hélène Darroze sei „in der Küche geboren und in der Pfanne aufgewachsen“, wie sie selbst sagt. „Beim Kochen geht es darum, sein Innerstes zu teilen und etwas von sich preiszugeben“, so Darroze. Ihr kulinarisches Feingefühl schärfte sie bei Alain Ducasse, dem einzigen Koch weltweit, der drei Restaurants mit je drei Sternen führt. Darroze absolvierte ihre Ausbildung beim Haute Cuisine Meister, als nur wenige Frauen den professionellen Kochlöffel schwangen.

Nun teilt Darroze ihre wertvolle Zeit zwischen ihren beiden Sternerestaurants in Paris und London auf. „Ich habe zwei wunderbare Teams auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Ohne sie könnte ich das, was ich tue, nicht machen“, so Darroze. Dieses Jahr kürte sie das britische Magazin ‚Restaurant‘ zur Besten ihres Fachs. Außerdem erhielt sie den Titel „beste weibliche Köchin weltweit“ von Veuve Clicquot.

Spezialität Schafsmagen

14417973357633.jpg

© CNN International

In diesem Monat tauscht die Sterneköchin die noblen Pariser Boulevards gegen die urigen Gassen von Edinburgh ein. „Paris ist für mich die kulinarische Hauptstadt, so viel steht fest. Hier lassen sich die besten Köche der Welt inspirieren. (...) Man sollte aber immer offen für neue Techniken und neue Kulturen bleiben. Nur so kann man sich weiterentwickeln“, sagt Darroze.
Diesem Motto folgend, führt sie ihre kulinarische Reise zum schottischen Sterne-Koch Tom Kitchin, der ihr das Gericht Haggis vorkocht.

Der mit Herz, Leber, Lunge und Nierenfett gefüllte Schafsmagen berührt die Geschmacksknospen eines jeden Schotten, allerdings hat er Probleme, außerhalb der schottischen Grenze Fans zu finden. „Ich habe Haggis selbst noch nie probiert. Es wird also eine neue Entdeckung für mich werden“, erklärt Darroze. „Wenn man in London über Haggis spricht, ekeln sich die meisten davor. Deswegen bin ich sehr gespannt, was mich erwartet.“

Whisky darf natürlich nicht fehlen

14417973394494.jpg

© CNN International

In Edinburgh angekommen, begleitet sie Tom Kitchin zum lokalen Markt, um nach Zutaten für Haggis Ausschau zu halten.
Beim traditionellen Haggis darf ein guter Whiskey nicht fehlen. Daher besucht Hélène Darroze Destille-Meisterin Kirstie McCallum, die ihr einen 18-jährigen Whiskey ans Herz legt. Dieser wird zusammen mit dem Haggis feierlich in Tom Kitchins Restaurant ‚The Kitchin‘ serviert.

Haggis plus Hummer

14417973340756.jpg

© CNN International

In Ihrem Londoner Restaurant verleiht Hélène Darroze dem Gericht eine französische Note, indem sie die Masse aus Herz, Leber, Lunge und Nierenfett in Ravioli füllt und einen Hummer mitserviert.
„Es ist so wichtig von anderen Kulturen, Eindrücken und Philosophien zu lernen und diese in seine eigene Kultur einzubetten. Daher ist Reisen sehr wichtig“, schlussfolgert Hélène Darroze.

Sendezeit:
Culinary Journeys sehen Sie auf CNN International am ersten Freitag im Monat um 17.30 Uhr und am ersten Samstag im Monat um 21.30 Uhr.

Weitere Informationen: www.cnn.com/journeys

Teil 1: Die französische Köchin, die in einer „Pfanne aufwuchs“ 

Teil 2: Dieses schottische Gericht ist nichts für schwache Gemüter

Teil 3: Das schottische Gericht Haggis bekommt einen großen Auftritt