Kärntner Reindling

Ein Artikel von Redaktion | 08.04.2020 - 13:00
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Kärntner Reindling © Stockfood

ZUTATEN (für den Teig):
250 ml Milch
10 g Kristallzucker
1/2 Pkg. Vanillezucker
3 Edotter
1 Ei
ca. 30 ml Rum
125 g Butter
500 g Mehl (+ etwas Mehl für die Arbeitsfläche)
1/2 TL Salz
1 Pkg. Trockenhefe

Für die Fülle:
100 g Butter, zerlassen (+ etwas mehr für die Form)
ca. 15 g Zimtpulver
200 g Kristallzucker (wahlweise brauner Zucker)
Rosinen (je nach Geschmack)

Zubereitung

  1. Milch, Zucker, Vanillezucker, Eidotter, Ei und Rum in einem Topf leicht erwärmen (nicht kochen!) und mit einem Schneebesen aufschlagen, bis sich alle Zutaten gleichmäßig vermengt haben.
  2. In einem separaten Topf Butter langsam erwärmen und der Milchmasse beimengen (Vorsicht: nicht heiß!)
  3. Mehl, Salz und Trockenhefe mischen. Mit der Butter-Zucker–Ei Mischung solange kneten, bis der Teig eine seidige Konsistenz hat.
  4. Eine Schüssel mit Mehl bestreuen und den Teig darin mit einem Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit Zucker und Zimt vermischen. Die Form großzügig mit Butter bestreichen und mit etwas Zucker-Zimt Mischung gleichmäßig bestreuen.
  5. Nachdem der Teig das erste Mal aufgegangen ist, nochmals gut durchkneten und ca. 0,5 cm dick, auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche, auswalken.
  6. Den Teig mit flüssiger Butter bestreichen und gleichmäßig mit Zucker, Zimt sowie den Rosinen bestreuen.
  7. Fest zusammenrollen, in einen Kreis formen (Schnecke) und in die vorbereitete Form („Rein“) legen. Für eine weitere Stunde mit einem Geschirrtuch bedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  8. 3-4 Male an der Oberfläche einstechen. Backofen auf 180° Ober-Unterhitze vorheizen. Den Reindling zuerst für 10 Minuten bei leicht geöffnetem Backofen (Kochlöffel hineinstecken) und für weitere ca. 50 Minuten bei geschlossenem Rohr backen. In der Form auskühlen lassen, stürzen.

Quelle: www.kaernten.at

GENUSS.Info

Der Reindling hat seinen Namen von seiner Backform: Man verwendet dazu eine sogenannte "Rein" bzw. ein "Reindl", idealerweise aus gebranntem Ton. Und zwar damals wie heute. Dafür wird der Reindling gleich doppelt gerollt: Zuerst wird der Teig mit der Fülle eingerollt, danach zu einer Schnecke gedreht und in die "Rein" gesetzt. Es ist natürlich auch nicht verkehrt, den Reindling in einem Topf oder einer Guglhupfform zu backen.
Auch wenn das für viele verwunderlich erscheint: In Kärnten ist der Reindling fester Bestandteil der Osterjause. Den Reindling gibt's, oftmals mit gefüllter Butter (Butter mit Mohn gefüllt) zum Schinken. Die Süße Ergänzung zum Salzigen, sozusagen. Zur Jause oder solo: ein echter GENUSS!