Klachelsuppe

Ein Artikel von Gerd Wolfgang Sievers | 25.05.2020 - 16:26
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Klachlsuppe mit Heidensterz © Herbert Lehmann

ZUBEREITUNGSDAUER: ca. 90 Min.
ZUTATEN (für 4 Personen):

1-1½ kg schlachtfrische Schweinshaxen (Klacheln)
2-3 größere Stücke Schweinsschwarte
1½ Liter Wasser
50 g Mehl
50 g Schweineschmalz
1 Bund Suppengrün ­geputzt (Karotten, Petersilienwurzel, Sellerie, Petersilienzweige)
1 große Zwiebel
2 grob gehackte Knoblauchzehen
Essig
frisch gerissener Kren
2-3 Lorbeerblätter
Majoran, Salz, Pfeffer
etwas im Mörser zer­drückter Kümmel

Eines gleich vorab: Es gibt zwei Möglichkeiten, die Suppe zu servieren. Bei der einen wird das Fleisch klein geschnitten in die Suppe gegeben, bei der anderen serviert man Suppe und Fleisch gleichzeitig, aber in getrenntem Geschirr. Meist wird die zweite Variante bevorzugt:

Zubereitung

  1. Die Schweinshaxen vom Fleischer in dicke Scheiben schneiden lassen. Fleisch kalt abspülen und von allen Knochensplittern befreien. Einen Topf mit 1 ½ Litern Wasser, dem Fleisch, Schwarten, Suppengrün, geschälter und fein gehackter Zwiebel, zerdrückten Knoblauchzehen, Lorbeerblättern, Kümmel, Majoran, Salz und Pfeffer aufsetzen und aufkochen lassen. Hitze zurückdrehen und das Fleisch bei milder Hitze schön weich kochen (mindestens zwei Stunden).
  2. Das Fleisch aus der Suppe nehmen und die Suppe durch ein Sieb seihen. Das Fleisch bis zum Servieren in der heißen Suppe belassen.
  3. In einem frischen Geschirr das Schmalz erhitzen. Mehl einrühren und eine lichte Einbrenn herstellen. Die geseihte Suppe (ohne Fleisch) angießen und alles kurz verkochen lassen, mit Essig, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.
  4. Das Fleisch auf einer großen (vorgewärmten) Platte anrichten, kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch gerissenem Kren würzen, die heiße Suppe dazu reichen und alles mit gebähtem Schwarzbrot und Heidensterz sofort servieren.

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GENUSS.Info

Die Klachelsuppe ist – wie so viele andere bodenständige Gerichte – eine Mahlzeit, die früher vorzugsweise an Schlachttagen zubereitet wurde. Man findet diese ursteirische Spezialität auch heute noch in vielen traditionsbewussten Wein- und/oder Heurigenwirtschaften. Ursprünglich bestand die Klachelsuppe aus gekochten Schweinsfüßen und Ringelschwänzen, zuweilen wurde sie mit einer Schmalzeinbrenn oder Rollgerste angereichert, um die Suppe gehaltvoller zu machen. Als Beilagen werden ganz klassisch Heidensterz und geröstetes Bauernbrot dazu gereicht.