GENUSS.Filmtipp: Brot. Das Wunder, das wir täglich essen

Ein Artikel von Redaktion | 12.02.2020 - 16:00
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Filmstart: 21. Februar 2020

Aus dem scheinbar einfachen Grundnahrungsmittel Brot ist ein Genussmittel mit Kult-Potential geworden. Neue Bio-Bäcker erobern das Land – dennoch kaufen die meisten ihr tägliches Brot und Gebäck immer noch im Supermarkt, wo maschinell produzierte Aufbackware die Regel ist. Und die wenigsten von uns wissen, was in unserem Brot steckt – und wie es eigentlich schmecken kann.

Der Film BROT bietet erhellende Einblicke in die heutige Welt des  Brotes und seiner Erzeugung. Wir begegnen traditionellen HandwerksbäckerIinnen und Getreidebauern, die für ihre Qualität mit nachhaltigen Zutaten einstehen. Regisseur Harald Friedl zeigt aber auch die Backstraßen und Labors der Lebensmittelkonzerne, die mit ihren  Fertigmischungen dem authentischen Geschmack auf die Spur  kommen wollen. Industriell gefertigtes Brot wird zunehmend zum künstlichen Produkt. Wie kann das Backhandwerk überleben? Und wie wird das Brot der Zukunft sein?

Von Frankreich bis ins österreichische Weinviertel

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© Bäckerei Öfferl

In BROT begibt sich Harald Friedl auf die filmische Reise in die faszinierende Welt eines Lebensmittels, das wie kein anderes in der Einfachheit seiner Zutaten einen jeweils ganz besonderen Geschmack entwickeln kann. Er besucht in Frankreich Christophe Vasseur, der in seiner Bäckerei „Du Pain et des Idées“ das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Umweltschutz, Landwirtschaft, Produktionsweisen und Konsum wecken will: „Die Tragödie unserer modernen Welt ist, dass wir die Zeit als Feind betrachten. Dabei ist die Zeit unser Verbündeter, sie muss respektiert werden!“

Friedl schaut in die Backstube der Pariser Bäckerei von Apollonia Poilâne, wo noch immer im Holzofen Sauerteigbrot gebacken wird. Obwohl sie mittlerweile expandiert hat, ist auch Poilâne der Tradition verpflichtet,  indem sie nach wie vor auf künstliche Zusätze industrieller Brotproduktion verzichtet.
Auch in der Weinviertler Bäckerei Öfferl hat sich in all den Jahren ihres Bestehens viel getan.  In den 80er-Jahren haben die Öfferls auf industriell produzierte Backmischungen umgestellt – der Konkurrenzdruck durch die Supermärkte ließ es damals notwendig erscheinen. Inzwischen hat Sohn Georg Öfferl gemeinsam mit seinem Cousin Lukas Uhl den Betrieb übernommen und ihn binnen kürzester Zeit zu einem Bio-Vorzeigeunternehmen gemacht: „Am Anfang habe ich mir gedacht, Brot ist Brot. Aber das ist es überhaupt nicht! Ich war erstaunt, wie viel Geschmack man aus Mehl und Wasser herausholt. Und bio ist halt eine Grundsatzentscheidung. Wenn man die Arbeitsweise von biologischen Rohstoffen unterstützt, kauft man natürlich nur bio ein.“, erklärt Bäckerin Brigitte Öfferl.

Die Arbeit mit industriellen Backmischungen und gentechnisch gewonnener Enzyme wird nicht nur von der Slow-Food-Bewegung kritisch gesehen und mit Unverträglichkeiten in  Verbindung gebracht. Ist Glutenunverträglichkeit bloß eine körperliche Reaktion auf wenig gereiftes Brot und auf für den Körper schlecht verdauliche Zutaten und deren Verarbeitung?

Regisseur Harald Friedl eröffnet in seinem Film überraschende Sichtweisen auf ein Grundnahrungsmittel, dessen Herstellung wie Verzehr ein sinnliches Erlebnis sein kann. Und er zeigt einmal mehr, dass man als Konsument immer die Wahl hat.

GENUSS.Gewinnspiel

Gewinnen Sie  2 x 2 Kinotickets für die Filmpremiere von BROT am Freitag, 21. Feburar 2020 (20 Uhr), im Votivkino in Wien (in Anwesenheit des Regisseurs Harald Friedl)!

TICKETS WURDEN BEREITS VERLOST!

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind LeserInnen ab dem 18. Lebensjahr. Einsendeschluss ist der 18. Februar 2020 (12 Uhr). Die Gewinner werden schriftlich verständigt und die Gutscheine per Post zugeschickt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse möglich.