Preise für exklusive Weine trotz Corona stabil

Ein Artikel von Alexander Lupersböck | 18.03.2020 - 16:00
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© liv-ex.com

Exklusive Weine halten ihre Preise. Wie der Branchennewsletter "The Drinks Business" berichtet, bleibt der Sekundärmarkt für edle und rare Weine stabil. Der weltweite Index Liv-ex, der die Preise von 475 Händlern vergleicht, beschreibt den Fine-Wine-Handel als „langweilig stabil, da er langfristig nur von zwei Fundamentaldaten bestimmt wird: Angebot und Nachfrage.“ Und zu Panikverkäufen von Sammlern ist es bisher nicht gekommen.

Zwei interessante Entwicklungen gibt es zu beobachten: Weine aus Burgund, Champagne, Italien und den USA haben in den letzten Tage leicht nachgegeben, nachdem sie vorher Spitzenpreise erzielten. Dafür zogen die zuvor etwas niedergeprügelten Bordeaux deutlich an. Interessant wird zu beobachten, wie Château Latour 2012 am Mittwoch vom Markt aufgenommen wird, während in Frankreich das öffentliche Leben stillgelegt wird. Dieses Premier-Cru-Château hat sich vor einigen Jahren aus dem sonst in Bordeaux üblichen Subskriptionsgeschäft („En Primeur“) zurückgezogen und vermarktet seine Weine selber (Daher kommt nun auch der 2012er auf den Markt) – während die Bordeaux En Primeurs Week heute abgesagt wurde. Auf dieser Veranstaltung im April werden sonst jährlich den Händlern und Journalisten die aktuellen Fassproben präsentiert. Deren Bewertungen haben maßgeblichen Einfluss auf die Preisbestimmung für die im Frühjahr anlaufende En-Primeurs-Kampagne.

Unser Tipp: Wir sehen Wein vor allem als Genussmittel, an dem wir uns zum richtigen Zeitpunkt erfreuen wollen!

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© Elisabeth Eder