Die Weinwelt von A bis Z

Ein Artikel von Daniela Dejnega | 27.01.2021 - 16:00
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Weinakademikerin Daniela Dejnega © Iza Kaminska

Achtung, gefährlich! Aber eben ziemlich spektakulär – weshalb das Sabrieren von Schaumwein ein sehr beliebter Party-Trick ist. Anstatt beim Öffnen der Flasche den Korken behutsam und langsam zu entfernen, schlägt man ihn bei der Sabrage samt Flaschenhals ab – im Idealfall mit einen Champagnersäbel. Dabei bitte immer bedenken, dass die Flasche unter großem Druck steht und Vorsicht das oberste Gebot ist, denn der Flaschenkopf kann mehrere Meter durch die Luft fliegen. Achten Sie daher zu allererst darauf, dass Sie genug Platz haben und die (sehr gut gekühlte) Flasche nicht gegen Personen oder Fenster richten.

Nachdem Sie Folie und Drahtkörbchen entfernt haben, nehmen Sie die Flasche unten in die Hand und ertasten die beiden Flaschennähte. Dann drehen Sie eine der Nähte nach oben. Dort, wo diese Naht auf die Wulst am Flaschenhals trifft, befindet sich die Sollbruchstelle. Strecken Sie die Flasche von sich weg und schicken Sie etwaige Zuschauer in ausreichenden Sicherheitsabstand.

Nun legen Sie den Säbel – oder auch ein Messer – mit der stumpfen Seite (!) an die Naht und lassen ihn ein paar Mal auf und ab gleiten. Übrigens funktioniert das Sabrieren auch mit einem Löffel oder einer Gabel, denn in erster Linie gilt es, den richtigen Punkt zu treffen.

Mit einer schnellen gezielten Bewegung – aber wenig Kraftaufwand – schlagen Sie die Klinge gegen die Sollbruchstelle. So entsteht ein sauberer Bruch und der Champa­gner oder Sekt kann direkt in die Gläser geschenkt werden. Vor Glassplittern (selten) und dem scharfen Flaschenhals (immer) sei gewarnt!